Das Schutzgas-Schweißgerät

Schutzgas-Schweißen zählt zu den Lichtbogen-Schweißverfahren. Benötigt wird neben einem 230 Volt-Stromanschluss ein Flaschen-Schutzgas, welches Lichtbogen und Schweißnaht vor Oxidation schützt.
Der Schweißzusatzstoff ist ein Schweißdraht. In der Regel wird er von einem Vorschubmotor (Drahtvorschub) in der jeweils eingestellten Geschwindigkeit innerhalb des Schweißschlauches zum Brenner befördert.

Von folgenden Vorteilen profitierst du bei einem Schutzgas-Schweißgerät

  • Ein Schutzgas-Schweißgerät ist für unterschiedliche Metall-Arten ab 0,5 mm Materialstärke einsetzbar.
  • Der mit Schutzgas optimierte Schweißvorgang garantiert zuverlässig hohe Schweiß-Qualität.
  • Ein reduzierter Lichtbogen hält die Schweißtemperatur konstant niedrig, was zu weniger Verzug am Bauteil führt.
  • Beim Schutzgas-Schweißen bilden sich kaum giftige Gase und Dämpfe.
  • Im Gegensatz zum Elektroden- oder Fülldraht-Schweißen entstehen weder Spritzer noch eine Schlackeschicht, die du zeitaufwändig abklopfen musst.
  • Die Schweißarbeiten gestalten sich einfach, da du die Schweißstelle mit dem Brenner berühren darfst.
  • Das Schutzgas-Schweißgerät ist ohne Schweißer-Kenntnisse leicht verständlich erlernbar.

Diese Nachteile musst du bei einem Schutzgas-Schweißgerät akzeptieren

  • Das Schweißverfahren ist nicht für den Außenbereich geeignet. Das Schutzgas würde bei Wind von der Schweißstelle weggeweht und die Schweißnaht wäre nicht mehr vor der Umgebungsluft geschützt.
  • Ein Schutzgas-Schweißgerät besitzt eine unhandliche und gewichtige Bauweise, die die mobile Nutzung erschwert.
  • Vor dem Schweißen musst du Rost, Farbe, Lack, Öl oder Schmutz von den zu schweißenden Stellen und der Kontaktstelle für das Massekabel entfernen.

Du möchtest das Schweißgerät im Freien nutzen und verschweißt überwiegend lackierte oder oxidierte Bauteile? Dann entscheide dich für ein Fülldraht-Schweißgerät oder Elektroden-Schweißgerät. Beachte bei Letzterem, dass du keine Bleche unter 2 mm schweißen kannst.

Das Schutzgas-Schweißgerät in der Praxis

Arbeitest du ausschließlich in einer Garage oder Werkstatt, ist das Schutzgas-Schweißen das perfekte Schweißverfahren für Naht- und Punktschweißen.

Den Metallbau betreffend, kannst du massive Metallteile, U-Eisen, Stahlträger sowie Stäbe oder Rohre stabil verschweißen.

Auch KFZ-Betriebe und alle Hobby-Schweißer, die bei Fahrzeugreparaturen gerne selbst Hand anlegen, werden nicht enttäuscht. Denn mit einem Schutzgas-Schweißgerät lassen sich Karosserie-Bleche, Auspuff-Anlagen und sonstige Autoteile problemlos schweißen.

Die Schutzgas-Schweißgeräte nach Schmelzverfahren differenziert

Bei dem Schutzgas-Schweißen kommen materialabhängig unterschiedliche Schutzgase zum Einsatz. Deshalb achte beim Kauf eines Schutzgas-Schweißgerätes darauf, dass es für deine Projekte das Richtige ist.

1. Das MIG-Schweißgerät:

Beim MIG-Schweißen werden die Metall-Inert-Gase Argon oder Helium bzw. ein Argon-Helium-Gemisch eingesetzt.
Schweißbar sind NE-Metalle (Nichteisenmetalle) wie: Zink, Kupfer, Bronze und Messing aber auch Aluminium und -Legierungen.

Zum MIG-Schweißen empfehlen wir dir das SUNGOLDPOWER MIG 150A

2. Das MAG-Schweißgerät:

MAG steht für Metall-Aktiv-Gas und sagt aus, dass dem inerten Gas Argon die aktiven Gase Sauerstoff (O2) oder Kohlendioxid (CO2) hinzugefügt wurden.
Das MAG-Schweißgerät ist vorrangig für unlegierte, niedriglegierte und hochlegierte Stähle wie Edelstahl, aber auch für Stahlguss geeignet.

Wir raten dir zum MAG Schutzgas-Schweißgerät BT-GW 150 von Einhell

3. Das MAG / MIG-Schweißgerät:

Für alle Allround-Schweißer bietet sich das MAG / MIG-250 von NFT an.
Um zwischen dem MAG- und MIG-Schweißverfahren zu wechseln, tauschst du lediglich die Schutzgas-Flasche sowie den Schweißdraht aus.

Eine Kurz-Beschreibung zum MAG / MIG-250 findest du am Ende unseres Ratgebers.

4. Das WIG-Schweißgerät:

WIG bedeutet Wolfram-Inert-Gas und basiert auf den Inertgasen Argon oder Helium und einer nicht abschmelzenden Wolfram-Elektrode.
Folgende Metalle können mit WIG geschweißt werden:

Mit Gleichstrom (DC)Mit Wechselstrom (AC)
legierte Stähle und Edelstahl,Aluminium sowie -Legierungen
Nickel und KupferTitan

Ein Gleichstrom WIG Schutzgas-Schweißgerät + Elektroden-Schweißen ist beispielsweise das Berlan BWIG180

Der Schweißprozess mit dem Schutzgas-Schweißgerät

  1. Stecke den Netzstecker in den 230 V-Stromanschluss und schalte das Schweißgerät an.
  2. Regle die Gasdurchflussmenge am Druckminderer. Sie ist stufenlos wählbar und am Manometer in Liter pro Minute (l/min) ablesbar. In zugfreien Räumen wird eine Durchflussmenge von 5 bis 15 l/min empfohlen.

    Du kannst außerdem diese Formel anwenden:
    Drahtstärke in mm x 10 = l/min.

    Mehr zum Druckminderer und dessen Einstellung findest du am Ende des Schutzgas-Ratgebers.

  3. Stelle die Schweißstromstärke (A) und die Drahtvorschub-Geschwindigkeit am Schweißgerät ein.
  4. Indem du die Brennertaste betätigst, werden Gas sowie Schweißdraht durch das Schlauchpaket zum Brenner geführt. Berührst du das Werkstück mit dem Schweißdraht, zündet der Lichtbogen und der Draht schmilzt.

Beim WIG-Schweißgerät verläuft der Schweißprozess anders:

Obwohl die Wolfram-Elektrode ebenfalls den Lichtbogen bei Kontakt mit der Schweißstelle entzündet, schmilzt sie nicht ab.

Im Allgemeinen benötigst du keinen Schweißzusatzstoff, da du die zu verschweißenden Teile durch das Schmelzbad in einer flachen Naht verbindest. Benutzt du aus schweißtechnischen Gründen doch einen Zusatzstoff, kommt eine Stab- bzw. Draht-Elektrode infrage, die du mit der zweiten Hand führst.

Das Hauptproblem beim Schutzgas-Schweißen ist eine verklebte bzw. verstopfte Gasdüse

Wenn der Schweißdraht die Gasdüse verklebt, kostet das Nerven und Zeit aber auch Drahtverlust und im schlimmsten Fall eine neue Düse.

Schließe diese Ursachen der Reihe nach aus:

  1. Ist das Massekabel falsch angeschlossen oder defekt?
  2. Ist die Drahtrolle ist nicht korrekt montiert?
  3. Ist der Schweißdraht…
    • korrodiert oder von minderwertiger Qualität?
    • nicht für das zu verschweißende Metall geeignet?
  4. Ist das Bauteil angerostet, lackiert, ölig oder verschmutzt?
  5. Die gewählte Stromstärke zu hoch oder der Drahtvorschub zu langsam?

    Beide müssen im stimmigen Verhältnis zueinanderstehen. Taste dich an „Übungsmaterial“ an die zum Schweißstrom passende Drahtvorschub-Geschwindigkeit heran.

Wie viel kostet ein Schutzgas-Schweißgerät?

Ein Schutzgas-Schweißgerät ist kostenintensiver als ein Elektroden- oder Fülldraht-Schweißgerät.
Lässt man jedoch die Vorteile nicht außer Acht, ist der erhöhte Kaufpreis der Qualitätsleistung und Material-Flexibilität angemessen.

Zudem ist das Schutzgas-Schweißgerät durch eine unkomplizierte Handhabung und zuverlässige Schweißerfolge weitaus anfängerfreundlicher.

Hinweis:
Empfehlenswerte Schutzgas-Schweißgeräte besitzen einen gasgekühlten Brenner, der bei umfangreicheren Projekten eine solide Einschaltdauer gewährleistet.
Weiterhin werden leistungsstärkere Geräte mit Wasserkühlung angeboten. Sie stellt sicher, dass der Schweißbrenner eine lange Einschaltdauer bei hoher Amperestärke ohne verschmorten Brennerkopf übersteht. Diese mindestens doppelt so teuren Schutzgas-Schweißgeräte lohnen nur für mittelständige Metallbaubetriebe und industrielle Großunternehmen.

Für alle Hobby-Schweißer und das Metallbau- oder KFZ-Kleingewerbe empfehlen wir das Schutzgas-Schweißgerät für MAG / MIG-250 von NTF

Dieses Schutzgas-Schweißgerät mit Inverter-Technologie bietet neben den MAG- und MIG-Schweißverfahren die Möglichkeit des Fülldraht- oder Elektroden-Schweißens (E-Hand) ohne Gas.

Es überzeugt mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis durch qualitätvolle Verarbeitung und absolut positive Schweißergebnisse bei anspruchsvollen Arbeiten.

Das MAG / MIG-250 ist mit 15,6 kg sowie einer Größe von L/H/B: 41 x 31 x 21,5 cm recht handlich und transportabel.

Angebot
MIG-250 Schutzgas Inverter Schweißgerät MIG MAG + E-Hand IGBT 250Amp 230V
  • REGULIERUNG: Die schutzgas Schweißgerät inverter Technologie garantiert bessere Schweißverbindungen und Regulierung
  • ANSCHLUSS: Das MIG MAG Schweißgerät arbeitet auf einer Eingangsspannung von 230V
  • DIMENSIONEN: Das WIG Schweißgerät ac dc hat folgende Abmessungen L/H/B 410x310x215mm und einem netto-Gewicht von ca. 15,6kg
  • ANWENDBARKEIT: Das Schweißgerät Fülldraht Schweißen ist sowohl für den Heimbedarf als auch für den Profi geeignet
  • KONFORMITÄT: Unser Schweißgerät MIG 250A besitzt alle entsprechende Unterlagen gemäß den Richtlinien der EU

Die Ausstattungsmerkmale und Besonderheiten:

  1. Eingangsspannung von 230 V und vorteilhafte Leerlaufspannung von 70 V,
  2. Euro-Zentralanschluss für Schlauchpaket und Elektrodenkabel,
  3. Gasanschluss über Magnetventil,
  4. Funktionen für Elektroden-Schweißen: „Hot-Start“ zum leichten Zünden des Lichtbogens und „Anti-Stick“ gegen Verkleben der Elektrode,
  5. effiziente Einschaltdauer dank hochwertigem Schweißinverter: 250 A = 35 %, 200 A = 60%, 160 A = 100%,
  6. Lüfterkühlung mit 2 Ventilatoren und Überspannungsschutz,

Zubehör des MAG / MIG-250 Schweißgerätes:

  1. 3,0 m Schlauchpaket mit gasgekühltem Brenner,
  2. 2 Stromdüsen,
  3. 2,5 m Elektrodenkabel mit Elektrodenhalter,
  4. 2,5 m Massekabel mit Klemme.